Die neue Kaufprämie 2026 soll E-Mobilität für Familien wieder bezahlbarer machen.
20.01.2026

Bis zu 6.000 Euro E-Auto-Prämie: Der Staat hilft wieder – aber gezielt

Stellen Sie sich vor, Sie stehen beim Autohändler, schauen auf ein E-Auto – und der Staat legt bis zu 6.000 Euro dazu.
Genau das ist ab 2026 wieder möglich. Aber diesmal nach dem Motto: gezielt fördern statt Gießkanne.

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat die neuen Regeln vorgestellt. Schon Ende 2025 hatte Bundeskanzler Friedrich Merz angekündigt:
Die neue Kaufprämie richtet sich vor allem an Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen.

Was das konkret bedeutet? Schauen wir es uns Schritt für Schritt an – ohne Amtsdeutsch.

Wer bekommt die neue E-Auto-Prämie?

Förderfähig sind private Haushalte, deren Einkommen unter bestimmten Grenzen liegt:

  • Ohne Kinder: bis 80.000 € Jahreseinkommen
  • Mit 1 Kind: bis 85.000 €
  • Ab 2 Kindern: bis 90.000 €

Wichtig:
Entscheidend sind die zwei letzten Steuerbescheide. Daraus wird ein Durchschnitt gebildet.

Wie viel Geld gibt es?

Jetzt wird’s interessant – und ein bisschen wie beim Baukasten:

  • Reines E-Auto (Batterie):
    3.000 € Basisförderung
  • Plug-in-Hybrid oder Range-Extender:
    1.500 € Basisförderung

Extra-Bonus je nach Einkommen

  • Einkommen unter 60.000 €: + 1.000 €
  • Einkommen unter 45.000 €: + 2.000 €

Zusätzlich ein Familienbonus

  • 1. Kind: + 500 €
  • 2. Kind: + 500 €

Maximal möglich: 6.000 €
Mindestens: 1.500 €

Welche Fahrzeuge werden gefördert?

Gefördert werden Neuwagen oder Leasingfahrzeuge (Erstzulassung), wenn sie:

  • rein batterieelektrisch sind oder
  • als Plug-in-Hybrid / Range-Extender
    • max. 60 g CO₂/km ausstoßen oder
    • mindestens 80 km elektrisch fahren können

Achtung:
Diese Grenzwerte könnten ab 2027 verschärft werden.

Wo und ab wann beantragen?

  • Antrag: komplett digital (Behörde noch offen)
  • Start des Portals: Mai 2026
  • Gute Nachricht:
    Rückwirkend gültig ab 1. Januar 2026
  • Antrag möglich bis 12 Monate nach Fahrzeug-Auslieferung

⚠️ Typische Fallen – bitte kurz innehalten!

Hier lohnt ein genauer Blick:

  •  Keine offizielle Fahrzeugliste
    → Grenzwerte selbst prüfen (besonders bei Hybriden!)
  • Stichtag ist die Zulassung, nicht der Kaufvertrag
  • Fördertopf ist auf 800.000 Fahrzeuge begrenzt
    → Wenn er leer ist, ist er leer (leider bekanntes Risiko)

Steigen jetzt die Autopreise?

Die Sorge ist nicht neu. Beim alten Umweltbonus passierte genau das:
→Förderung weg – Rabatte rauf.

Minister Schneider sagt diesmal:
Er habe mit Herstellern gesprochen, die Prämie nicht einfach auf den Preis aufzuschlagen.

Ob das klappt?  Das wird sich erst im Alltag zeigen.

Wer profitiert – auch aus dem Ausland?

Ein offenes Geheimnis:
Preiswerte E-Autos kommen derzeit oft nicht aus Deutschland.

  • Volkswagen: günstige Modelle erst ab 2026/27
  • BYD & Co.: schon heute aktiv – teils bald mit Produktion in Europa

Die Politik setzt darauf, dass europäische Hersteller aufholen.

PunktRegelung
Max. Förderung6.000 €
Mindestförderung1.500 €
Basis E-Auto3.000 €
Basis Hybrid1.500 €
Einkommensbonusbis 2.000 €
Kinderbonus2 × 500 €
Einkommensgrenzemax. 90.000 €
Startrückwirkend ab 01.01.2026
Antragdigital, ab Mai 2026

Tabelle: Die neue E-Auto-Prämie auf einen Blick (Schnellleser)

Und wäre billiger Strom nicht besser?

Viele Experten sagen: Ja.
Günstiger Ladestrom würde den Betrieb dauerhaft billiger machen – gerade für Hybride.

Die Politik setzt hier vorerst auf:

  • mehr Transparenz
  • mehr Wettbewerb
  • mehr Ladesäulen (Supermärkte, Wohnanlagen, Tankstellen)

Das Thema bleibt also spannend.

elektro-rüdi meint …

Endlich ist sie wieder da – eine Kaufprämie für E-Autos.
Aber diesmal fühlt es sich erwachsener an als früher.

Die neue Förderung ist kein pauschaler Geldregen mehr, sondern eher wie ein gezielter Rückenwind:
für Familien, für Haushalte mit normalem Einkommen, für Menschen, die beim Autokauf wirklich rechnen müssen.

Das ist gut so.
Denn genau dort entscheidet sich, ob Elektromobilität im Alltag ankommt – oder nur auf dem Papier.

Trotzdem bleibt ein kleiner Haken:
Eine Kaufprämie hilft einmal, niedrige Strompreise helfen jeden Tag. Wer ein E-Auto fährt, denkt nicht nur an den Kauf, sondern an Laden, Reichweite und Betriebskosten. Hier muss die Politik noch nachlegen – vor allem beim öffentlichen Laden.

Positiv sehe ich auch, dass diesmal Hybridfahrzeuge nur eingeschränkt gefördert werden. Das setzt ein klares Signal:
→Wer elektrisch fahren kann, soll es auch wirklich tun – und nicht nur theoretisch.

Mein Fazit als elektro-rüdi:
Diese Prämie ist kein Wundermittel, aber ein solider Schritt in die richtige Richtung.
Wer 2026 über ein E-Auto nachdenkt, sollte die Förderung mitnehmen – aber immer mit spitzem Bleistift rechnen.

Und ganz ehrlich:
Das beste E-Auto ist nicht das mit der höchsten Prämie –
sondern das, das zum eigenen Alltag passt.

Affiliate Links
  Preis bleibt für Sie gleich.

Kurz zusammengefasst:

Neue E-Auto-Prämie 2026:
Bis zu 6.000 € Zuschuss für E-Autos und bestimmte Hybride – abhängig von Einkommen und Kinderzahl. Antrag digital ab Mai, rückwirkend ab Januar. Förderung gezielt für kleine und mittlere Einkommen.

Artikel teilen

Themenbezogene Beiträge