Stellen Sie sich vor, Ihre Heizung arbeitet zuverlässig – und der Nachbar hört davon … nichts. Genau in diese Richtung geht die neue Förderregelung für Wärmepumpen. Seit Januar 2026 gilt: Geförderte Geräte müssen noch leiser sein als bisher. Statt fünf Dezibel Abstand zur EU-Vorgabe sind es nun zehn Dezibel. Klingt nach wenig? Ist es nicht. Für das menschliche Ohr ist das ein spürbarer Unterschied.
Woher kommt das Geräusch überhaupt?
Die beliebte Luft-Wasser-Wärmepumpe saugt Außenluft an. Dabei entstehen:
- Strömungsgeräusche am Ventilator
- leichte Vibrationen am Verdichter (Kompressor)
Die gute Nachricht: Die Technik hat dazugelernt. Während ältere Geräte oft noch 70 dB erreichten, liegen moderne Modelle heute unter 60 dB – manche sogar darunter.
Emission ist nicht gleich Immission
Ein wichtiger Punkt, der oft für Verwirrung sorgt:
- Emission = Lautstärke direkt am Gerät
- Immission = das, was beim Nachbarn ankommt
Faustregel aus der Praxis:
→50–60 dB am Gerät werden in drei Metern Abstand zu 35–40 dB. Das entspricht leisem Regen oder einem Kühlschrank. Und jeder doppelte Abstand bringt nochmal rund 6 dB weniger.
Aufstellung entscheidet über Ruhe

Ärger lässt sich fast immer vermeiden – mit Planung:
- ausreichender Abstand zum Nachbargrundstück (meist mindestens 3 m)
- nicht direkt vor Wänden oder Mauern, die Schall reflektieren
- ein Busch dazwischen kann helfen – solange die Luftzufuhr frei bleibt
- Geräte mit Flüstermodus und niedrigem Schallleistungspegel bevorzugen
Kleine Extras wie Schallhauben oder dezente Einhausungen wirken oft Wunder.
Clever kombinieren: Flüstermodus & Pufferspeicher
Nachts arbeitet die WärmepumpeWärmepumpeDefinition: Eine Wärmepumpe entzieht der Umwelt (Luft, Wasser, Erde) Wärme und nutzt diese zur Gebäudeheizung.Sie arbeitet besonders effizient und umweltfreundlich, wenn sie mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird. Neben Luft-Wasser-Wärmepumpen gibt es auch Sole- oder Wasser-Wasser-Systeme – mit unterschiedlichen...mehr gedrosselt und besonders leise. Tagsüber darf sie Gas geben – idealerweise mit Solarstrom vom eigenen Dach. Die überschüssige Wärme landet im Pufferspeicher und wird abends wieder abgegeben. Ruhig, effizient und nachbarschaftsfreundlich.
Ausblick: Nächste Stufe 2028
Schon jetzt vormerken: Ab 2028 müssen geförderte Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln wie Propan (R290) arbeiten. Viele Hersteller sind bereits auf Kurs.

elektro-rüdi-Fazit:
Moderne Wärmepumpen sind heute echte Leisetreter. Wer auf ein aktuelles Gerät, eine clevere Aufstellung und etwas Planung setzt, bekommt nicht nur Förderung – sondern auch Ruhe im Garten. Und die ist bekanntlich unbezahlbar.