Stellen Sie sich vor, Sie stehen beim Autohändler, schauen auf ein E-Auto – und der Staat legt bis zu 6.000 Euro dazu.
Genau das ist ab 2026 wieder möglich. Aber diesmal nach dem Motto: gezielt fördern statt Gießkanne.
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat die neuen Regeln vorgestellt. Schon Ende 2025 hatte Bundeskanzler Friedrich Merz angekündigt:
→Die neue Kaufprämie richtet sich vor allem an Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen.
Was das konkret bedeutet? Schauen wir es uns Schritt für Schritt an – ohne Amtsdeutsch.
Wer bekommt die neue E-Auto-Prämie?
Förderfähig sind private Haushalte, deren Einkommen unter bestimmten Grenzen liegt:
- Ohne Kinder: bis 80.000 € Jahreseinkommen
- Mit 1 Kind: bis 85.000 €
- Ab 2 Kindern: bis 90.000 €
Wichtig:
Entscheidend sind die zwei letzten Steuerbescheide. Daraus wird ein Durchschnitt gebildet.
Wie viel Geld gibt es?
Jetzt wird’s interessant – und ein bisschen wie beim Baukasten:
- Reines E-Auto (Batterie):
→3.000 € Basisförderung - Plug-in-Hybrid oder Range-Extender:
→1.500 € Basisförderung
➕ Extra-Bonus je nach Einkommen
- Einkommen unter 60.000 €: + 1.000 €
- Einkommen unter 45.000 €: + 2.000 €
Zusätzlich ein Familienbonus
- 1. Kind: + 500 €
- 2. Kind: + 500 €
Maximal möglich: 6.000 €
Mindestens: 1.500 €
Welche Fahrzeuge werden gefördert?
Gefördert werden Neuwagen oder Leasingfahrzeuge (Erstzulassung), wenn sie:
- rein batterieelektrisch sind oder
- als Plug-in-Hybrid / Range-Extender
- max. 60 g CO₂/km ausstoßen oder
- mindestens 80 km elektrisch fahren können
Achtung:
Diese Grenzwerte könnten ab 2027 verschärft werden.
Wo und ab wann beantragen?
- Antrag: komplett digital (Behörde noch offen)
- Start des Portals: Mai 2026
- Gute Nachricht:
→Rückwirkend gültig ab 1. Januar 2026 - Antrag möglich bis 12 Monate nach Fahrzeug-Auslieferung
⚠️ Typische Fallen – bitte kurz innehalten!
Hier lohnt ein genauer Blick:
- Keine offizielle Fahrzeugliste
→ Grenzwerte selbst prüfen (besonders bei Hybriden!) - Stichtag ist die Zulassung, nicht der Kaufvertrag
- Fördertopf ist auf 800.000 Fahrzeuge begrenzt
→ Wenn er leer ist, ist er leer (leider bekanntes Risiko)
Steigen jetzt die Autopreise?
Die Sorge ist nicht neu. Beim alten Umweltbonus passierte genau das:
→Förderung weg – Rabatte rauf.
Minister Schneider sagt diesmal:
Er habe mit Herstellern gesprochen, die Prämie nicht einfach auf den Preis aufzuschlagen.
Ob das klappt? Das wird sich erst im Alltag zeigen.
Wer profitiert – auch aus dem Ausland?
Ein offenes Geheimnis:
Preiswerte E-Autos kommen derzeit oft nicht aus Deutschland.
- Volkswagen: günstige Modelle erst ab 2026/27
- BYD & Co.: schon heute aktiv – teils bald mit Produktion in Europa
Die Politik setzt darauf, dass europäische Hersteller aufholen.
| Punkt | Regelung |
| Max. Förderung | 6.000 € |
| Mindestförderung | 1.500 € |
| Basis E-Auto | 3.000 € |
| Basis Hybrid | 1.500 € |
| Einkommensbonus | bis 2.000 € |
| Kinderbonus | 2 × 500 € |
| Einkommensgrenze | max. 90.000 € |
| Start | rückwirkend ab 01.01.2026 |
| Antrag | digital, ab Mai 2026 |
Tabelle: Die neue E-Auto-Prämie auf einen Blick (Schnellleser)
Und wäre billiger Strom nicht besser?
Viele Experten sagen: Ja.
Günstiger Ladestrom würde den Betrieb dauerhaft billiger machen – gerade für Hybride.
Die Politik setzt hier vorerst auf:
- mehr Transparenz
- mehr Wettbewerb
- mehr Ladesäulen (Supermärkte, Wohnanlagen, Tankstellen)
Das Thema bleibt also spannend.

elektro-rüdi meint …
Endlich ist sie wieder da – eine Kaufprämie für E-Autos.
Aber diesmal fühlt es sich erwachsener an als früher.
Die neue Förderung ist kein pauschaler Geldregen mehr, sondern eher wie ein gezielter Rückenwind:
für Familien, für Haushalte mit normalem Einkommen, für Menschen, die beim Autokauf wirklich rechnen müssen.
→Das ist gut so.
Denn genau dort entscheidet sich, ob Elektromobilität im Alltag ankommt – oder nur auf dem Papier.
Trotzdem bleibt ein kleiner Haken:
Eine Kaufprämie hilft einmal, niedrige Strompreise helfen jeden Tag. Wer ein E-Auto fährt, denkt nicht nur an den Kauf, sondern an Laden, Reichweite und Betriebskosten. Hier muss die Politik noch nachlegen – vor allem beim öffentlichen Laden.
Positiv sehe ich auch, dass diesmal Hybridfahrzeuge nur eingeschränkt gefördert werden. Das setzt ein klares Signal:
→Wer elektrisch fahren kann, soll es auch wirklich tun – und nicht nur theoretisch.
Mein Fazit als elektro-rüdi:
Diese Prämie ist kein Wundermittel, aber ein solider Schritt in die richtige Richtung.
Wer 2026 über ein E-Auto nachdenkt, sollte die Förderung mitnehmen – aber immer mit spitzem Bleistift rechnen.
Und ganz ehrlich:
Das beste E-Auto ist nicht das mit der höchsten Prämie –
sondern das, das zum eigenen Alltag passt.