Welche Förderung gibt es beim Kauf oder Leasing eines Elektroautos? Wie hoch darf das Einkommen sein? Und was gilt für Familien, Gebrauchtwagen und die Kfz-Steuer?
⚡ Förderung in 20 Sekunden
Neues reines E-Auto gekauft oder geleast?
Dann sind aktuell bis zu 6.000 € Förderung möglich!
So setzt sich die Förderung zusammen:
3.000 € Basisförderung
für ein reines batterieelektrisches Fahrzeug
bis zu 2.000 €
zusätzliche Förderung
bei geringerem zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen
500 € je Kind
unter 18 Jahren,
maximal 1.000 €
↗ Maximal: 6.000 € Förderung
Einkommensgrenze:
grundsätzlich 80.000 € zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen; mit einem Kind bis 85.000 €, mit zwei oder mehr Kindern bis 90.000 €.
Gebrauchtes E-Auto?
Keine Kaufprämie aus diesem Bundesprogramm – aber Gesamtkosten und weitere finanzielle Vorteile prüfen.
Plug-in-Hybrid oder Range Extender?
Eine Förderung ist unter bestimmten technischen Voraussetzungen ebenfalls möglich.
💡 elektro-rüdi sagt:
Nicht zuerst fragen: „Wie teuer ist das Auto?“ – sondern: „Was kostet es mich nach Förderung und über die gesamte Nutzungszeit?“ Förderung prüfen → Gesamtkosten berechnen → dann entscheiden.
Stand: September 2026
Wer sich für ein Elektroauto interessiert, trifft schnell auf viele Zahlen – und leider auch auf Informationen, die schon wieder überholt sind.
Deshalb gibt es hier bei elektro-rüdi eine kompakte Übersicht über wichtige Fördermöglichkeiten. Wir konzentrieren uns bewusst auf das, was für private E-Auto-Fahrer und Kaufinteressenten praktisch relevant ist.
Wichtig: Förderbedingungen können sich ändern. Diese Übersicht entspricht dem Stand September 2026. Vor Kauf, Leasing oder Antrag sollten die aktuellen Bedingungen bei der zuständigen offiziellen Stelle geprüft werden.
Das Wichtigste auf einen Blick
Seit dem 19. Mai 2026 kann die neue sozial gestaffelte E-Auto-Förderung beantragt werden. Sie gilt für förderfähige Fahrzeuge, die ab dem 1. Januar 2026 neu zugelassen wurden. Gefördert werden sowohl Kauf als auch Leasing von Neuwagen.
Für ein reines batterieelektrisches Fahrzeug sind – abhängig von Einkommen und Kindern – bis zu 6.000 Euro Förderung möglich.
| Förderung | Reines E-Auto (BEV) |
|---|---|
| Basisförderung | 3.000 € |
| bei Haushaltseinkommen unter 60.000 € | + 1.000 € |
| bei Haushaltseinkommen unter 45.000 € | + weitere 1.000 € |
| je Kind unter 18 Jahren | + 500 € |
| Kinderbonus maximal | + 1.000 € |
| Maximale Förderung | 6.000 € |
Ein einfaches Beispiel
Eine Familie mit zwei Kindern unter 18 Jahren und einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen von höchstens 45.000 Euro kauft ein förderfähiges neues batterieelektrisches Auto.
3.000 € Basisförderung + 2.000 € soziale Zusatzförderung + 1.000 € Kinderbonus ergeben:
6.000 Euro Förderung.
Welche Einkommensgrenze gilt?
Die grundsätzliche Grenze liegt bei 80.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen.
Für Kinder unter 18 Jahren erhöht sie sich:
- ein Kind: bis zu 85.000 Euro
- zwei oder mehr Kinder: bis zu 90.000 Euro
Wichtig ist der Begriff „zu versteuerndes Einkommen“. Gemeint ist also nicht einfach das Bruttogehalt auf der monatlichen Gehaltsabrechnung.
Und was ist mit Plug-in-Hybriden und Range Extendern?
Auch bestimmte Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge mit Range Extender können gefördert werden, wenn sie die vorgeschriebenen technischen Voraussetzungen erfüllen.
Die Basisförderung beträgt hier 1.500 Euro. Durch soziale Staffelung und Kinderbonus kann sich die Förderung entsprechend erhöhen.
Aber: Nicht jedes Fahrzeug mit Stecker ist automatisch förderfähig. Vor Vertragsabschluss sollte deshalb geprüft werden, ob das konkrete Fahrzeug die Förderbedingungen erfüllt.
Werden auch gebrauchte Elektroautos gefördert?
Nicht durch dieses aktuelle Bundesprogramm.
Die neue sozial gestaffelte Kauf- und Leasingförderung bezieht sich auf Neuwagen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ein gebrauchtes Elektroauto wirtschaftlich uninteressant sein muss. Gerade der Gebrauchtwagenmarkt hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Neben dem Kaufpreis spielen Batteriezustand, Restwert, Stromkosten, Versicherung und mögliche weitere Vorteile eine Rolle.
elektro-rüdi-Tipp:
Nicht nur auf eine Kaufprämie schauen. Entscheidend ist, was das Fahrzeug über die gesamte Nutzungszeit tatsächlich kostet. Dafür gibt es in unserer Rubrik Tools auch den Kostenrechner für gebrauchte Elektroautos.
Kfz-Steuer: weiterhin ein Vorteil für reine E-Autos
Auch die Kfz-Steuer gehört zur wirtschaftlichen Betrachtung.
Reine Elektrofahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2030 erstmals zugelassen werden, können für maximal zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit sein. Die Steuerbefreiung endet jedoch spätestens am 31. Dezember 2035.
Danach ermäßigt sich die zu zahlende Kfz-Steuer nach derzeitiger Rechtslage um 50 Prozent.
THG-Quote nicht vergessen
Halter eines reinen batterieelektrischen Fahrzeugs können grundsätzlich weiterhin von der THG-Quote profitieren.
Dabei wird die rechnerische Treibhausgasminderung des Elektrofahrzeugs vermarktet. Die tatsächlich ausgezahlte Prämie kann sich von Jahr zu Jahr und je nach Anbieter verändern.
Deshalb nennen wir an dieser Stelle bewusst keinen festen Eurobetrag.
Gibt es zusätzlich regionale Förderungen?
Das kann vorkommen.
Bundesländer, Städte, Gemeinden oder Energieversorger können eigene Programme anbieten – beispielsweise für Ladeeinrichtungen oder bestimmte Kombinationen aus Elektromobilität und erneuerbaren Energien.
Deshalb lohnt sich vor einer Investition zusätzlich die Frage:
„Gibt es an meinem Wohnort noch eine regionale Förderung?“
elektro-rüdi-Tipp:
Erst Förderung prüfen – dann rechnen – dann entscheiden.
Eine hohe Förderung allein macht noch kein günstiges Elektroauto. Umgekehrt kann ein Fahrzeug ohne Kaufprämie über mehrere Jahre wirtschaftlich durchaus interessant sein.
Deshalb empfehlen wir zwei Schritte:
1. Fördermöglichkeiten prüfen:
Welche Zuschüsse und steuerlichen Vorteile kommen für mich infrage?
2. Gesamtkosten berechnen:
Was kosten Anschaffung, Strom, Versicherung, WallboxWallboxDefinition: Eine Wallbox ist eine fest installierte Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge.Sie bietet deutlich höhere Sicherheit und Ladeleistung als eine gewöhnliche Haushaltssteckdose. Je nach Ausstattung kann sie smart gesteuert, per App überwacht und mit PV-Anlagen gekoppelt werden – ideal für das Laden…mehr, Wartung und Wertverlust tatsächlich?
Zum elektro-rüdi-Kostenrechner für gebrauchte Elektroautos:
So wird aus der Frage „Wie viel Förderung bekomme ich?“ die eigentlich wichtigere Frage:
„Was kostet mich mein Elektroauto wirklich?“
Offizielle Quellen und weitere Informationen:
Die Angaben auf dieser Seite basieren insbesondere auf Informationen des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), der offiziellen Förderrichtlinie sowie Informationen des Bundesministeriums der Finanzen und des Umweltbundesamtes.
Offizielle Förderübersicht des BMUKN
Kfz-Steuer-Rechner des Bundesfinanzministeriums. Die Steuerregelung – Erstzulassung bis Ende 2030, maximal zehn Jahre, spätestens bis Ende 2035 – ist dort aktuell ausdrücklich bestätigt.
Stand der elektro-rüdi-Übersicht: September 2026:
Diese Übersicht dient der allgemeinen Information. Sie stellt keine Förder-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Förderbedingungen und gesetzlichen Regelungen.